NaNoWriMo: Auf ein Neues!

Der November rückt näher.
Lange Nächte, Nieselwetter, Netflix.

Netflix? Nein. Für mich, und viele, heißt November:
Lange Nächte, Nieselwetter, NaNoWriMo.

NaNoWasBitte?

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Der National Novel Writing Month, ein jährliches Event, bei dem Tausende Schreibende rund um den Erdball versuchen, jeder ein Romanprojekt von 0 auf 50.000 Wörtern zu hieven. Auf der Website nanowrimo.org kann man sich anmelden und wird süchtig danach, sich die Fleißsternchen für erreichte Zwischenziele abzuholen in einer starken Gemeinschaft angefeuert, sein Ziel zu erreichen.

Auch ich will wieder nach den Sternen greifen.
Unbekannte Welten warten!

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Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal teilgenommen und gleich eine Punktlandung hingelegt (mehr dazu im Beitrag „30 Tage für meinen Roman“). Trotzdem schlage ich diesmal einen anderen Kurs ein:

  1. Geschwindigkeit drosseln. Lieber Klasse statt Masse, auch beim ersten Entwurf. Denn meine letztes Jahr hingeworfenen Texte sind so mäßig, dass ich anschließend lange keine Lust hatte, an dem Buch weiterzuarbeiten. Neuer Kurs also: Kein Stress, falls ich für die täglichen 1667 Wörter  dreimal so lange brauche. Die Zeit spare ich hinterher beim Überarbeiten.
  2. Ohne Navi unterwegs sein. Diesmal schreibe ich ohne Handlungsplan. Eigentlich bin ich ja die gründlichste Plotterin des Planeten – sieht man am Drei-Meter-Handlungsplan für meinen Fantasyroman. Genau den überarbeite ich nun zum x-ten Mal, denn der letzte NaNo hat mir gezeigt, dass ich meine Hauptfiguren nochmal umcasten und einige Handlungsstränge straffen muss. Da ich das bis nächste Woche nicht fertig habe, wechsle ich diesmal von den Plottern zu den Pantsern, die ihre Geschichte beim Schreiben spontan entwickeln.
  3. Aus diesem Grund schreibe ich nicht an meinem angefangenen Roman  weiter, obwohl der zurzeit sehr stark in mir arbeitet. Sondern ich setze endlich das Kinderbuch fort, dessen erste Kapitel 2015 spontan entstanden, während ich die Streifzüge unserer Katze im Land der Elfen  beobachtete. Meine Nichten und Neffen haben neulich gefragt, ob ich die Geschichte endlich fertig habe!
  4. Ich will nicht wegen des NaNo noch mehr vor dem Computer sitzen als eh schon. Wenn mich die Arbeit dazu zwingt, heißt das ansonsten: Facebook-Rationierung, kein zielloses Surfen, Zeitung nur noch auf Papier und striktes PC-Runterfahren in allen Pausen. Wenn das und Punkt 1 bedeuten, dass ich am 30.11. keine 50.000 Wörter habe, schreibe ich halt bis Weihnachten weiter. Dann besuche ich nämlich besagte Nichten und Neffen und kann sie gleich als Testpublikum nutzen 😉
  5. Ich will nach dem NaNo nicht wieder in ein schwarzes Loch fallen, wenn all der Druck plötzlich weg ist. Daher: weiter Freundschaften pflegen, Dinge unternehmen und speziell für Anfang Dezember etwas Nettes planen. Und natürlich: weiterschreiben …

Guten Start an alle Mit-NaNonauten!
Vielleicht begegnen wir uns da draußen im virtuellen Schreibraum?

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Update, 30.11.16: Diesen NaNo habe ich mit 33.000 ausgesucht schönen Wörtern beendet.
Update 2, 30.11.17: Den folgenden NaNo konnte ich mit 52.000 Wörtern spannungsreicher Handlung beenden, hier ein Bericht dazu 🙂

6 Gedanken zu “NaNoWriMo: Auf ein Neues!

  1. Hej Carmen, hab schon überlegt, ob Du dieses Jahr wieder mitmachst. Ich hab seit Deinem letzten Beitrag dazu mit dem Gedanken gespielt; hab aber nun am 3. November einen wichtigen Job, so dass ich frühestens am 4. eher 5. einsteigen könnte. Geht das Deiner Meinung nach auch? Liebe Grüße, Stefanie

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    • Hallo Stefanie,
      das wär ja super, wenn dich das November-Schreibfieber auch packen würde. Ja klar kann man auch später einsteigen. Nichts ist verpflichtend! Manche schreiben ab Tag 1 jeden Tag, manche z. B. „nur“ am Wochenende; jedes Jahr gibt es ein paar Verrückte, die schon nach einem Tag fertig sind, und andere, die das offizielle Ziel verfehlen, aber trotzdem jede Menge Erkenntnisse gewinnen! Probier’s einfach aus, und füge mich gern als „Writing Buddy“ hinzu. Ich will ja sehen, woran du arbeitest!
      Liebe Grüße, Carmen

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  2. Ich bin auch wieder dabei, diesmal mit dem dritten Teil meines Fantasy-Monsters „Kings and Rebels: The Reign of the Sword“. Eigentlich schreibe ich aber außer der Reihe, so daß die Szenen nicht immer schon einem Band zuzuordnen sind.

    Mal sehen, ob es wieder so gut klappt wie im letzten Jahr. Irgendwie ist der Druck, es wieder zu schaffen, doch größer.

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    • Toi toi toi!
      Szenen außer der Reihe schreiben – interessante Idee. Vielleicht werde ich es mir auch gestatten, zwischen meinen beiden Buchprojekten hin- und herzuspringen. Überhaupt sehe ich gar nicht mehr ein, mich vom NaNo unter Druck setzen zu lassen. Das war sehr produktivitätsfördernd, aber eben auch sehr stressig letztes Jahr. Die guten Energien mitnehmen und ansonsten den eigenen Erkenntnissen folgen, habe ich beschlossen!
      Viel Erfolg mit dem Monster, wir sehen uns dann ja in den Foren 🙂

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