Mein erster Bernsteinfund auf Møn

Gestern war ein Glückstag: Ich habe meinen ersten Bernstein gefunden, seit ich auf meiner Lieblingsinsel wohne. Und gleich einen etwas größeren! Ich freue mich sehr – nachdem ich ihn heute auf Echtheit getestet habe 🙂

Bernstein - Rav - Busene Have - Møn

Wo findet man Bernstein?

Meinen fand ich am Strand im Südosten der dänischen Insel Møn, zwischen dem Parkplatz bei Busene Have und dem Leuchtturm Møns Fyr. Auf Møn gibt es nicht so viel Bernstein wie z. B. an der polnischen und russischen Ostseeküste, aber meine Bekannten haben mir immer wieder von Funden berichtet. Nur ich hatte in den drei Jahren, die ich nun hier schon wohne, noch keinen gesehen!

Nun lag er ganz offen auf den Steinen und leuchtete mich mitnahmebereit an. Soweit ich gelesen habe, ist das eher untypisch, eigentlich versteckt sich Bernstein häufiger im angeschwemmten Tang oder in Pfützen hinter höheren Steinen.

Wann findet man Bernstein?

Ohne dass ich es geplant hätte, war der Zeitpunkt wohl optimal. Jetzt, kurz vor Winteranfang, treibt Bernstein oben auf dem kalten, dichten Wasser und Stürme schwemmen ihn an Land. Ich ging vormittags um elf spazieren, da war Hochwasser, die Brandung schlug gegen den Strand, getrieben von einem starken anlandigen Wind und angezogen vom Beinah-Vollmond. Der verbleibende Strandstreifen war schmal, ich hatte ihn die meiste Zeit für mich … und ich suchte überhaupt keinen Bernstein! Also, es hat einfach gepasst 🙂

Glücksfund oder Gefahrgut?

Die Fantasyautorin in mir war natürlich gleich überzeugt, den großen Fund gemacht zu haben. Sie fabulierte etwas von urzeitlichen Insekten, die im fossilen Harz eingeschlossen sein könnten, dem Roman, den ich davon inspiriert schreiben würde, und den immensen Reichtümern,  die mir mein Fund bringen würde.

Die Journalistin, die ich allerdings auch noch bin, verlangte nach genauer Prüfung. Kein Mammutembryo zwinkerte mir aus dem Inneren zu. Das transparente Stück konnte einfach Plastik sein. Außerdem hatte ich einiges über gefährliche Phosphorfunde gelesen, Reste von Bombenfüllungen aus dem zweiten Weltkrieg, die auf der südlichen Ostseeseite gar nicht so selten sind. Selbst Experten können Phosphorklumpen kaum von Bernstein unterscheiden, außer dass sich das Teufelszeug nach dem Trocknen und Aufwärmen von selbst entzündet, giftige Dämpfe verströmt und lebensgefährliche Verletzungen verursachen kann. Mehr dazu steht bei Usedom-Net hier: http://www.usedom-net.de/natur/bernstein-phosphor-verwechseln.html

Ich steckte den goldgelben Stein also nicht in die Hosentasche, sondern in einen Beutel, wo er kalt bleiben würde. Zu Hause begann ich zu experimentieren.

Wie erkennt man echten Bernstein?

Zum Glück gibt es verschiedene Tests, die man relativ leicht selbst durchführen kann. Auch die fand ich gut beschrieben bei Usedom-Net: http://www.usedom-net.de/natur/wie-bernstein-erkennen.html

Meine Prüfreihe sah so aus:

Bernsteinprobe 1: Bernstein schwimmt in Salzwasser

Das war der leichteste Test. Mein Bernstein hat die Maße einer kleinen länglichen Kartoffel, etwa 6 x 3 x 2 cm. Er wiegt 20 Gramm, noch nicht mal halb so viel wie ein vergleichbar großer Stein. Er schwimmt in gesättigter Salzlösung (gut zwei Esslöffel Salz auf ein Marmeladenglas Wasser), doch in Süßwasser geht er unter. Plastik würde in beidem schwimmen.

Bernsteinprobe 2: Bernstein entzündet sich nicht spontan

Bernstein oder Phosphor – Test auf Selbstentzündung mit Fön

Diesen Test machte ich als Nächstes, um auszuschließen, dass ich mit gefährlichem Phosphor hantierte! Der fängt zu brennen an, sobald er trocknet, Sauerstoffkontakt hat und ca. 50 Grad warm wird (bei fein verriebenem Staub reichen niedrigere Temperaturen).  Und die Dämpfe sind sehr giftig.

Also ab ins Freie, Klumpen in eine feuerfeste Unterlage und mit dem Fön aufheizen, immer bereit wegzulaufen … Da  nichts passierte, nahm ich den sehr warmen Stein mit neuem Vertrauen in die Hand und machte die letzten Tests wieder im Haus.

Bernsteinprobe 3: Nagellackentferner macht Naturbernstein nichts aus

Naturbernstein oder künstlich – Test mit NagellackentfernerWas empfiehlt Usedom-Net noch? Aha. Wattestäbchen mit Nagellackentferner befeuchten und am Stein rubbeln. Wenn es abfärbt, ist es künstlicher oder gepresster Bernstein.

Bei so einem Strandfund unwahrscheinlich, aber die Utensilien waren in Reichweite! Schnell getestet und schnell bestanden: Der Stein begann zu glänzen, das Wattestäbchen blieb weiß.

 

Bernsteinprobe 4: Bernstein lässt sich elektrisch aufladen

Wenn man Bernstein an Wolle rubbelt, lädt er sich elektrisch auf. Er zieht dann Wollfussel und Papierschnipsel an und lässt einem die Haare zu Berge stehen … sieht man auf dem Foto nicht so gut, aber ein paar Strähnen folgten dem Stein über meinem Kopf.

Bernsteinprobe 5: Bernstein klingt anders als Stein

Usedom-Net sagt, man solle mit dem Bernstein an die Zähne klopfen. Also gut … Ja, er klingt anders als der ähnlich geformte Vergleichsstein!

Bernsteinprobe 6: Bernstein lässt sich leicht einritzen

Bernstein ist relativ weich. Wer staBernsteintest mit dem Messerrke Fingernägel hat, kann ihm schon damit eine Kerbe verpassen (schreiben die Experten). Ich nahm lieber ein (nicht besonders scharfes) Messer. Man sieht das Ergebnis nicht gut, zumal der Stein eh schon Verwitterungsfurchen hat, aber ich habe ihn noch weiter zerkratzt 🙂

Bernsteinprobe 7: Bernstein schimmert unter UV-Licht blaugrün

Eine sicher sehr ästhetische und schonende Methode … die ich leider zu Hause nicht anwenden kann. Doch die Hinweise auf echten Bernstein hatten sich genug verdichtet, fand ich. Aus reiner Experimentierfreude, ergänzt mit kindlicher Zerstörungslust journalistischem Recherche-Eifer, machte ich stattdessen noch den letzten, besonders aggressiven Test.

Bernsteinprobe 8: Bernstein brennt

Showdown! Ich platzierte den Bernstein im Spülbecken, direkt unterm Wasserhahn, und hielt ein brennendes Streichholz dagegen (an das Ende ohne Nagellackentferner). Es dauerte, bis das Streichholz fast ausgegangen war, doch dann fing der Stein Feuer. Ich war so fasziniert und der Rauch duftete so süß, dass ich fast vergaß zu löschen … Doch irgendwann überwog der Kokelgeruch und ich rettete meinen Schatz vor noch größeren Brandwunden.

So! Also ich würde sagen, Tests bestanden! Mein erster Bernsteinfund auf Møn ist echt. Die Journalistin in mir hat genug geprüft und dokumentiert, nun will die Fantasyautorin ran. Denn Bernstein spielt am Beginn meines geplanten Fantasyromans eine wichtige Rolle (ihr wisst schon, dem Buch, das seit drei Jahren vor sich hinreift). Gleich in der ersten Szene fährt die Hauptfigur im Winter aufs Meer, um Bernstein zu fischen, das Ganze bei Vollmond! Das ist seit vielen Monaten so geplant – ich glaube, meine Insel will mich ermutigen, endlich loszuschreiben ;-).

Vielleicht war dies der nötige Impuls, der mich so weit inspiriert, dass ich endlich den Bestseller fertigstelle und die immensen Reichtümer verdiene, von denen ich beim ersten Anblick des Bernsteins kurz mal träumte. Denn mangels eingeschlossener Fossilien wird mir der Stein selbst keine Schätze bringen: Eine oberflächliche Internet-Recherche ergab einen Wert um die 20 Euro.

Meine Freude ist aber unschätzbar 🙂

Euch allen viele schöne Spontanfunde, wo immer ihr auch seid – Møn lohnt sich übrigens auch im Winter 😉

Ein Kranz für jede Jahreszeit

Vorgestern, am ersten Sonntag im Advent, habe ich einen Adventskranz gemacht. Ich liebe es, im Garten herumzugehen und nach Material zu suchen. Man entdeckt, was alles noch grünt und blüht – selbst jetzt, kurz vor Winteranfang. Man hat noch einmal Zeit zum Ernten, Zeit zum Erden. Man kommt mit den schönsten Fundstücken ins Haus und kann dann in aller Ruhe auswählen und dekorieren.

Mir macht das so viel Spaß, dass ich mich im September fragte: Warum immer nur einen Kranz für die Adventszeit? Der Advent markiert den Beginn des Kirchenjahres, mit den vier Kerzen lassen sich die Wochen bis Weihnachten abzählen, die immergrünen Nadeln symbolisieren die Hoffnung auf das ewige Leben in Christus.

Doch danach geht das Jahr ja weiter. Ich finde, es tut sehr gut, sich der Jahreszeiten bewusst zu werden, gerade wenn man viel am Schreibtisch sitzt oder aus anderen Gründen nicht genug rauskommt. Mit einem Kranz (oder anderen Gestecken) holt man ein Stück Natur ins Haus und wenn man ihn selber gestaltet, bekommt man noch einmal ein engeres Verhältnis zu den Pflanzen der Umgebung und ihren Veränderungen im Jahreslauf. Ich fing dieses Jahr im September damit an:

Zu Beginn des Herbstes war die Auswahl überwältigend, ich konnte gar nicht alles auf meinem Rohling unterbringen, was der Garten so bot. Ich machte den Kranz anlässlich der Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. September. Ab jetzt würden die Nächte länger als der Tag sein, doch die Natur hatte noch viel zu bieten und das wollte ich feiern. Passend zu meinem Wohnzimmer wurde der Kranz rosa-grün-weiß und blassgelb.

Als nächsten Punkt im Jahreslauf würdigte ich Samhain und Allerheiligen. Am 31. Oktober ging ich etwas skeptisch in den Garten, doch siehe da: Mir lachten die schönsten Bastelmaterialien entgegen! Farblich dominierten Gold und Lila und die Entdeckung des Tages waren die halb vertrockneten Hostas, deren gefurchte Blätter eine eindrucksvolle Kranz-Grundlage sind.

Der Adventskranz, der seit vorgestern meinen Couchtisch ziert, ist bisher der schlichteste: grün, silbrig und ein bisschen braun. Bunte Deko sehe ich schon genug, wenn ich im Dunkeln über die Insel fahre und die rotblauen Lichterketten der Vorgärten genieße 🙂 Zu Hause zünde ich mir dann die erste Kerze an und kann den Tag in Ruhe ausklingen lassen.

Mal schauen, was der nächste Kranz hergibt! Den möchte ich zu Lichtmess am 2. Februar machen, da wird es wahrscheinlich wintrig-schlicht, aber wer weiß, vielleicht überrascht mich die Natur wieder! Sieben Wochen danach kommt schon die Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche, danach Ostern, Walpurgis/Beltane, Mittsommer und das Schnitterfest Anfang August, bevor wir wieder zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst gelangen.

Wer sich auch nur annähernd für Religion interessiert, stellt hier fest, dass ich christliche, keltische und nordisch-heidnische Festtage bunt durcheinanderwerfe 🙂 Ich finde, sie alle nutzen die Symbolik der Natur, um uns an die wichtigen Dinge zu erinnern: Leben und Tod, Ende und Neubeginn, Freude und Trauer, Akzeptanz und Dankbarkeit.

In diesem Sinne euch allen einen schönen Advent … und alles Gute zu allen Jahreszeiten  ❤

Update vom 1. Februar 2017:
Auch mein Winterkranz gefällt mir gut. Im Garten strahlten die Blätter der Stechpalme dunkelgrün und dunkelrot, gelbe Akzente setzte eine Kübelpflanze im Innenhof. Der kälteren Jahreszeit entsprechend, genehmigte ich mir als Grundlage einen weißen Dekostoff von IKEA, sieht gleichzeitig warm und schneeicht aus, oder? Dann noch ein Glas mit Murmeln in die Mitte und die Tischdekoration ist fertig. Morgen ist Lichtmess, dann zünde ich die Kerze an!

Update vom 20. März 2017:
Heute habe ich einen Frühlingskranz gemacht, nach einem meditativen Frühjahrsgedanken-Gartenspaziergang.

111 Gründe, Dänemark zu lieben

Draußen ist es kalt. Vor fünf wird es dunkel. Die globalen Nachrichten waren diese Woche verstörend; die lokalen sind es schon länger, nur dass Dänemark nicht so die Welt bewegt. An solchen Tagen müsste man sich mit Chai und Lebkuchen auf dem Sofa einmümmeln. Doch die Tee-Auswahl in diesem Kaffeeland ist begrenzt und viele deutsche Leckereien bekomme ich nur, wenn ich sie selbst importiere. Am besten kofferraumweise, damit sich die teure Fähre lohnt … Ein Flug an einen Palmenstrand wäre billiger.

Hadere ich etwa mit den Mängeln meiner Wahlheimat Dänemark?
Keine Sorge, ist gleich vorbei.
Denn an diesem Tag liegt genau das richtige Buch auf meinem Sofatisch:

111 Gründe, Dänemark zu lieben von Maritta G. Demuth111 GRÜNDE, DÄNEMARK ZU LIEBEN
Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt

von Maritta G. Demuth

Taschenbuch, 288 Seiten
(viel Text und schöne Farbfotos)

Schwarzkopf & Schwarzkopf, November 2016
ISBN-13: 978-3862656127
z. B. bei Amazon bestellbar für 12,99 Euro

Auf diese Neuerscheinung war ich gespannt. Ich verfolge den Blog der Autorin schon länger: Maritta schreibt auf 4.nordlichter.com – Auswandern und Leben in Dänemark über ihren Alltag auf Seeland, wo sie seit zehn Jahren lebt, arbeitet und ihre deutsch-dänische Familie managt. Von den Einblicken in ihr Leben habe ich schon viel gelernt … und jetzt hat sie mir ihr Buch zukommen lassen, weil sie meint, es könnte meine Leser auch interessieren.

Zu Recht! Ich kann euch Marittas „Liebeserklärung“ wärmstens empfehlen, ob ihr einen Urlaub in Dänemark plant, schon lange hier wohnt oder noch nie etwas von diesem obskuren Fleckchen Europas gehört habt.

Das Buch macht mich glücklich, weil es Dinge beschreibt, die ich an Dänemark liebe:

  • Entspannen. Nur da sein. Die Natur genießen. Ohne Zwangsbespaßung, ohne Bettenburgen, ohne Verkaufsstände an jeder Ecke.
  • Hygge. Diese unnachahmliche Mischung aus Gemütlichkeit, Geborgenheit und traulichem Beisammensein.

Das Buch bringt mich zum Lachen, weil es Dinge aufgreift, mit denen ich mich selbst herumschlage:

  • Dänen verstehen kein Wort, wenn man einen Vokal minimal falsch ausspricht. „Sollen wir die Epfel im Garten aufsammeln?“ „Die was?“
  • Dänische Sortimente sind begrenzt. Du willst dein Kleinkind nicht in grau, braun oder schwarz betten? Dann importiere selbst, aus „einer größeren Volkswirtschaft“, wie die Autorin es so diplomatisch nennt.

Und das Buch öffnet mir die Augen, weil es Dinge erklärt, die an mir vorbeigegangen waren:

  • Warum dänische Babys auch im Winter draußen schlafen
  • Warum die dänischen Behörden zweimal jährlich einen leeren Smartphone-Akku verzeihen
  • Wie lange die Ausbildung zum smørrebrød-Spezialisten dauert
  • Was Dänemark mit Äquatorialguinea gemeinsam hat

Die Antworten verrate ich nicht … dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen!

Eine erhellende Lektüre, ob im Sommerurlaub oder auf der heimischen Sofaecke.
Ich mümmele mich dann mal mit Kaffee und Lakritz ein.

Liebe Grüße aus dem schönsten Land der Welt!

111 Gründe, Dänemark zu lieben von Maritta G. Demuth

Geschichtenfinden beim Waldspaziergang

im-land-der-elfen-11Ein Freund von mir kann nicht spazieren gehen, ohne nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Kaum ist man ein paar Meter gewandert, erspäht er die ersten Pflaumen, streckt sich nach Brombeeren oder taucht im Gras ab, um einen Pilz zu untersuchen. Hinterher muss er Marmelade kochen und hat jede Menge zu tun, um das Gesammelte zu verarbeiten.

im-land-der-elfen-14Ich gehe spazieren, um mich zu entspannen. Weg vom Schreibtisch will ich an nichts denken, nur die Schönheit der Natur genießen, nicht produktiv sein und ganz sicher keine neue Arbeit mit nach Hause bringen.

Kaum bin ich ein paar Meter gewandert, kommen mir dann die ersten Ideen. Steine beginnen zu raunen, Bäume werden zu Figuren, der Weg zieht mich in eine Geschichte hinein.

Goldene Münzen rieselten aus den Baumkronen.
Ich watete durch ein Meer aus Gold, wo vorher noch schlammiger Weg war.
Die Bäume ragten wie Arme empor, ihre Stämme dick und grün, die Zweige wie Finger, denen das Gold entglitt.
Ich pflückte ein Goldstück aus der Luft und hielt es fest in der Hand.

Noch mehr Goldstücke flatterten durch die Luft, sie malten Schnüre aus Goldperlen, Vorhänge aus Goldschnüren, Wände aus Goldvorhängen – ein ganzes Goldschloss tat sich um mich auf. Ich stand im leuchtenden Saal, wo die Tänzer in langen Reihen warteten: Erle und Buche und Birk, alle waren sie erschienen. Ihre Körper wiegten sich zur Musik, glatt und grün, und ich wirbelte herum, immer wilder stiebte das Gold um mich her. Doch je mehr ich tanzte, desto durchsichtiger wurde das Schloss, und plötzlich löste es sich in Luft auf.
Schlösser aus Elfengold. So funkelnd, so flüchtig.
Ich öffnete die Hand. Das Goldstück war zu braunem Staub zerbröselt.
Erle und Buche und Birk standen still.

 

Und schon eile ich nach Hause, um das Gefundene zu verarbeiten.

Zur Entspannung taugen Spaziergänge nur bedingt – als Ideenquelle finde ich sie unschlagbar. Das Gehen hilft, die Gedanken zu lockern, die eh schon ständig in meinem Unterbewussten kreisen. Der Pfad, dem ich folge, bringt sie auf eine Linie, und die Dinge, die ich draußen sehe, geben neue Anregungen, ohne mir etwas vorzuschreiben.

Ich wollte nichts suchen, doch ich habe etwas gefunden: einen möglichen Schluss für mein Kinderbuch, das im Land der Elfen spielen soll. Einen Schluss, der zum Herbst passt, zu Samhain/Halloween und Allerheiligen, wenn die Elfen die Pforten zur Unterwelt öffnen, bevor sie sich ins Dunkel zurückziehen. Den Anfang der Geschichte habe ich in meinem Blogeintrag zu Mittsommer veröffentlicht 🙂

Ab 1.11. schreibe ich weiter, wenn der National Novel Writing Month beginnt. Vorher nicht! Ich habe zu tun! Arbeit, Termine, Projekte, Treffen … Und wenn dann doch mal ein Stündchen bleibt, will ich nicht schreiben. Dann gehe ich spazieren, um mich zu entspannen.

Ich lief weiter, doch der Weg war wieder Schlamm.
Die Luft stand still und aus den Baumkronen senkte sich das Dunkel herab.
Erle und Buche und Birk waren weg.

Doch zu Hause am Fenster saß die Katze.
Zwischen ihren Pfoten lag ein goldenes Blatt.

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NaNoWriMo: Auf ein Neues!

Der November rückt näher.
Lange Nächte, Nieselwetter, Netflix.

Netflix? Nein. Für mich, und viele, heißt November:
Lange Nächte, Nieselwetter, NaNoWriMo.

NaNoWasBitte?

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Der National Novel Writing Month, ein jährliches Event, bei dem Tausende Schreibende rund um den Erdball versuchen, jeder ein Romanprojekt von 0 auf 50.000 Wörtern zu hieven. Auf der Website nanowrimo.org kann man sich anmelden und wird süchtig danach, sich die Fleißsternchen für erreichte Zwischenziele abzuholen in einer starken Gemeinschaft angefeuert, sein Ziel zu erreichen.

Auch ich will wieder nach den Sternen greifen.
Unbekannte Welten warten!

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Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal teilgenommen und gleich eine Punktlandung hingelegt (mehr dazu im Beitrag „30 Tage für meinen Roman“). Trotzdem schlage ich diesmal einen anderen Kurs ein:

  1. Geschwindigkeit drosseln. Lieber Klasse statt Masse, auch beim ersten Entwurf. Denn meine letztes Jahr hingeworfenen Texte sind so mäßig, dass ich anschließend lange keine Lust hatte, an dem Buch weiterzuarbeiten. Neuer Kurs also: Kein Stress, falls ich für die täglichen 1667 Wörter  dreimal so lange brauche. Die Zeit spare ich hinterher beim Überarbeiten.
  2. Ohne Navi unterwegs sein. Diesmal schreibe ich ohne Handlungsplan. Eigentlich bin ich ja die gründlichste Plotterin des Planeten – sieht man am Drei-Meter-Handlungsplan für meinen Fantasyroman. Genau den überarbeite ich nun zum x-ten Mal, denn der letzte NaNo hat mir gezeigt, dass ich meine Hauptfiguren nochmal umcasten und einige Handlungsstränge straffen muss. Da ich das bis nächste Woche nicht fertig habe, wechsle ich diesmal von den Plottern zu den Pantsern, die ihre Geschichte beim Schreiben spontan entwickeln.
  3. Aus diesem Grund schreibe ich nicht an meinem angefangenen Roman  weiter, obwohl der zurzeit sehr stark in mir arbeitet. Sondern ich setze endlich das Kinderbuch fort, dessen erste Kapitel 2015 spontan entstanden, während ich die Streifzüge unserer Katze im Land der Elfen  beobachtete. Meine Nichten und Neffen haben neulich gefragt, ob ich die Geschichte endlich fertig habe!
  4. Ich will nicht wegen des NaNo noch mehr vor dem Computer sitzen als eh schon. Wenn mich die Arbeit dazu zwingt, heißt das ansonsten: Facebook-Rationierung, kein zielloses Surfen, Zeitung nur noch auf Papier und striktes PC-Runterfahren in allen Pausen. Wenn das und Punkt 1 bedeuten, dass ich am 30.11. keine 50.000 Wörter habe, schreibe ich halt bis Weihnachten weiter. Dann besuche ich nämlich besagte Nichten und Neffen und kann sie gleich als Testpublikum nutzen 😉
  5. Ich will nach dem NaNo nicht wieder in ein schwarzes Loch fallen, wenn all der Druck plötzlich weg ist. Daher: weiter Freundschaften pflegen, Dinge unternehmen und speziell für Anfang Dezember etwas Nettes planen. Und natürlich: weiterschreiben …

Guten Start an alle Mit-NaNonauten!
Vielleicht begegnen wir uns da draußen im virtuellen Schreibraum?

nanowrimo-tear-off-flyer02

Update, 30.11.16: Diesen NaNo habe ich mit 33.000 ausgesucht schönen Wörtern beendet.
Update 2, 30.11.17: Den folgenden NaNo konnte ich mit 52.000 Wörtern spannungsreicher Handlung beenden, hier ein Bericht dazu 🙂

Hundert bunte Inselbilder

Was soll ich sagen? Møn ist immer noch schön. Deshalb fotografiere ich weiter. Manchmal auch auf den Nachbarinseln. Hier kommen meine hundert Lieblingsbilder aus Møn und Süd-Seeland, aufgenommen von April bis September 2016.

Weitere Inselbilder habe ich hier veröffentlicht:
Nur schnell ein paar Fotos
Die Schönheit des Augenblicks
Noch mehr Momentaufnahmen aus Møn
99 Naturaufnahmen
75 Frühsommerfotos
93 Dänemark-Bilder
22 Winter-Visionen

Zeit zum Ernten, Zeit zum Erden

Heute beginnt der Herbst. Bucheckern und braune Blätter knirschen unter meinen Füßen. Die Nacht hat den Tag eingeholt, und ich lege zum ersten Mal in meinem Leben Rote Bete ein.

In meiner Küche türmen sich Äpfel aus unserem Garten. Manchmal finde ich eine Birne im Gras, die noch keinen Bewohner angelockt hat. Und neulich abends kullerten vor meinem Fenster Mirabellen die Straße hinab. Ich ging hinaus auf der Suche nach der Quelle. Im Licht des dunkelgelben Vollmonds fand ich den Mirabellenbaum, direkt hinterm Haus; er war dabei, das Auto meiner Vermieter mit goldenen Kugeln zu umstreuen. Nun esse ich frische Mirabellen zum Müsli und Mirabellenkuchen am Nachmittag. Wie schön, wenn einem die Früchte in den Schoß fallen, sogar ohne Gartenarbeit!

Seit ein paar Wochen stehen hier an den Landstraßen auch viele kleine Buden, in denen Gartenbesitzer ihre Ernte für wenig Geld zum Mitnehmen anbieten. Im Nachbardorf habe ich mich neulich mit der Roten Bete eingedeckt, dazu Lauch, Tomaten und Zucchini, alles besser und billiger als im Supermarkt. Auf der anderen Straßenseite gibt es Eier und Kartoffeln, und die Kinder meiner Nachbarn verkaufen Apfelmost, seit ihr Kirschbaum nichts mehr hergibt. Eine größere Auswahl an Gemüse und Fleisch bieten die Hofläden, die über die Insel verstreut liegen, und neulich war an der Kirche Erntemarkt, wo ich mich mit Marmelade und Sirup für die nächsten Monate versorgt habe.

Mir ist gerade viel mehr nach Ernten und Einmachen als nach Schreiben, Rechnen und anderer Kopfarbeit. Vielleicht ist das wieder eine der vielen Vermeidungsstrategien, die sich mein Unterbewusstsein ausdenkt, um mein finanzielles Vorankommen und andere messbare Erfolge zu verhindern. Vielleicht brauche ich einfach diese geruhsame Tätigkeit nach der Arbeit in der Touristensaison. Oder es ist das Landleben, das mich nach drei Jahren endlich im Griff hat: Ich spiele doch tatsächlich mit dem Gedanken, den Garten nächstes Jahr systematischer zu nutzen, vielleicht mal ein Beet anzulegen, den Stachelbeerbusch zu retten … oder wenigstens am Fensterbrett Kräuter zu ziehen, wenn für mehr die Ausdauer nicht reicht.

Ein jegliches hat seine Zeit, sagte schon der Prediger Salomo. Pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit.

Bilanz ziehen hat seine Zeit, hätte er vielleicht in heutiger Management-Sprache geschrieben.

Ich glaube, ich brauche diese Phase des Sammelns, des Verarbeitens, um auch mein Leben zu betrachten und was ich damit machen will; um meine Gedanken zu ordnen, mich zu erden, einen Vorrat anzulegen an guten Dingen, mit denen ich weiterarbeiten will. Ob das nun Jobs sind, die mich ernähren, oder Menschen, die mich erfreuen; Stoffe, die ich vernähe, oder Ideen, aus denen ich Geschichten entwickle. Vielleicht kann man in der Küche ganz nebenbei Romanfiguren einlegen, Handlungsstränge vermischen und aufgehen lassen, Stilelemente kleinhacken und drüberstreuen. Ich glaube nämlich, es gärt in mir 🙂

Sobald der Garten leergeerntet ist, sobald in meine Küchenschränke nichts Neues mehr passt, setze ich mich wieder an den Schreibtisch. Dann sind die Abende lang, der Nebel quillt über den Feldern, ich öffne meine Vorratsbehälter und schreibe los.

Einen schönen Herbst und eine gute Ernte euch allen!

Musik als Muse

Gestern wollte ich endlich an meinem Roman weiterarbeiten. Dutzende Ideen warten schließlich darauf, geordnet und ausformuliert zu werden. Aber nach mehreren Monaten Sommerjob war ich müde. Ich hörte Musik und driftete ab. Und so endete der Abend mit einer Shoppingtour auf Amazon, wie schon so manche Abende vorher. Doch ich hoffe, dass diese Einkäufe mich später beim Schreiben unterstützen werden. Denn ich kaufte Musik, noch mehr Musik. Und Musik hilft mir beim Schreiben, ganz allgemein oder auch für bestimmte Zwecke. Hier eine Auswahl meiner Lieblingsstücke:

Treppenhaus Stift MelkGeorg Friedrich Händel: „The Messiah“
Der grüne Tee in meiner Musiksammlung, denn klassische Musik fördert die Konzentration. Mit über zwei Stunden Spielzeit ist das Oratorium lang genug, um komplexe Produktbeschreibungen für meinen Kunden zu bearbeiten. Leider werde ich das Stück bei keinem Konzert mehr genießen können, ohne dass vor meinem inneren Auge Tabellen und Bullet Points erscheinen. Eine ähnliche Wirkung hat auf mich z. B. die „Johannespassion“ von Bach. Beides funktioniert aber nur, weil ich die Stücke schon längst in- und auswendig kenne, so dass mich der Text nicht mehr ablenkt.

Feuerwerk in ChinaMichael Gioacchino: „Super 8“
Diesen Tipp habe ich von der Website eines anderen Schriftstellers und wenn ich noch wüsste, von wem, würde ich mich überschwänglich bei ihm bedanken. Ich habe mir angewöhnt, die Filmmusik zu hören, wenn ich Romanszenen aus der Sicht meines Protagonisten entwerfe. Inzwischen sehe ich die Welt schon aus seinen Augen, sobald die ersten Takte laufen! „Super 8“ ist die Cocktailkarte in meiner Kollektion: Die Stücke versetzen mich in ganz unterschiedliche Stimmungen, meist schwingt etwas Unheilvolles und Dringliches mit. Ähnlich gut funktioniert die Filmmusik zum „Herrn der Ringe“ von Howard Shore – nur dass ich hier der Versuchung widerstehen muss, alle paar Seiten Orks durch mein Buch jagen zu lassen.

Glaspalast in IndienAgnes Obel: „Aventine“
Dieses wunderschöne Album wäre die Weißweinschorle in meiner Musikbar, und seit dem ersten Hören assoziiere ich es mit einer weiteren Hauptfigur meines Romanprojekts. Klaviertöne wie glitzernde Glasperlen, schwingende Saiten und eine Stimme, die Felsen vibrieren lassen könnte – Obels Musik malt meine Fantasy-Insel vor mein inneres Auge, so, wie sie meine Protagonistin liebt. Sie ist Glaserin und rein zu Recherchezwecken habe ich vor Kurzem ein Album mit Glasharmonika-Musik angeschafft: William Zeitler, „Music of the Spheres“. Auch das ist so schön, dass ich den ganzen Abend in Insel-Erscheinungen schwelgen könnte, statt sie endlich verständlich aufzuschreiben 🙂

Statuen in KärntenHerbert Howells: „Requiem/Take Him, Earth, For Cherishing“
Natürlich wird meine Romaninsel in ihrer ganzen Schönheit irgendwann untergehen – oder? Das glückliche Leben mancher Figuren wird jedenfalls schmerzvolle Veränderungen erfahren.  Melancholie, Loslassen, Versöhnung und Hoffnung – so eine Stimmung strebe ich gegen Ende meines Buches an. Und finde sie in der o. g. Sammlung englischer Chorwerke von Howells. (Um in der Getränkemetapher zu bleiben: dem Salbeitee mit gaaaanz viel Honig in meiner Sammlung.) Ähnlich ergreifend finde ich auch das „Pater Noster“ von Michael Bojesen, eine sehr moderne Komposition, die für mich nun bis zum Jüngsten Tag mit meiner Kurzgeschichte „Siebenfinger“ verbunden sein wird: helle Stimmen, die aus dem Jenseits rufen …

Habt ihr auch solche Musikstücke, die euch in eine andere Welt versetzen und eure Kreativität beflügeln?

(P. S. Die Fotos haben geografisch oder geschichtlich nichts mit den Stücken zu tun, aber sie versetzen mich in eine ähnliche Stimmung 😉 )

 

 

Sportliche Erfolge

Den Nachrichten entnehme ich, dass es bei einem gewissen Großereignis in Südamerika an deutschen Medaillen mangelt.

In aller Bescheidenheit möchte ich daher auf ein paar sportliche Erfolge hinweisen, die ich in letzter Zeit erringen konnte 🙂

Dazu muss ich sagen, dass meine früheren Anerkennungen in diesem Bereich übersichtlich waren. Okay, beim Münchner Stadtlauf vor mehreren Jahren gab es Jubel im Publikum, als ich nach weit über einer Stunde ins Ziel einlief kroch. Man dachte allerdings, ich hätte als eine der ersten Läuferinnen die 20 Kilometer geschafft. Nach ein paar Sekunden des Triumphs gab ich klein bei und holte mir als eine der Letzten die 10-km-Urkunde ab.

Immerhin, eine Urkunde! Bei den Bundesjugendspielen war das noch anders. Mein Handstand ohne Hilfestellung wurde nicht gewürdigt, etwas anderes konnte ich nicht. Keine Urkunde, keine Medaille. Kein Erfolgserlebnis.

Ich bin halt von der langsamen Truppe. Doch jetzt, nach jahrzehntelangem Anlauf, ist mir der Sprung aufs Siegertreppchen gelungen. Wenn auch in einem anderen Metier. Letzte Woche bekam ich das gleich vierfach dokumentiert:

Storyolympiade LogoStoryolympiade: „Labyrinthe“

Jawoll, Olympia – ich habe Bundesjugendspiele und Stadtlauf abgeschüttelt und bin bei den ambitioniertesten unter den Amateuren angekommen! Gerade habe ich den Vertrag unterschrieben: meine Kurzgeschichte „Kurven“ erscheint in der Sieger-Anthologie der Storyolympiade 2015-16, beim Verlag Torsten Low. Das Thema lautete „Labyrinthe“.  Die Storyolympiade ist ein größerer Schreibwettbewerb in der Phantastik-Szene: 219 Autoren nahmen diesmal teil, 24 wurden ausgewählt. Zwei nannten ihre Geschichte „Gedankengänge“, darunter ich … mein neuer Titel „Kurven“ zeigt vielleicht noch besser, in welche Richtung es geht … 🙂

„Phantastische Sportler“

Auch meine Kurzgeschichte „Der Auswechselspieler“ wird in einer Anthologie veröffentlicht. Das Buch erscheint ebenfalls im Verlag Torsten Low, Herausgeber sind Wolfgang Schroeder und Markus Heitkamp mit Unterstützung der Geschichtenweber. Insgesamt 20 Autoren schafften es in die Mannschaft, 80 Geschichten waren eingereicht worden. Das freut die Sportlerin, die früher niemand in seinem Team wollte! Meinen Protagonisten freut es auch, denn er steht gern im Rampenlicht. Auf acht Beinen. Solange nicht ausgewechselt wird …

Zurück zu den WurzelnMarburg-Award: „Zurück zu den Wurzeln“

Vom Rampenlicht wechseln wir jetzt ins Düstere. Meine bisher horrormäßigste Geschichte, „Siebenfinger“, ist in der diesjährigen Sammlung des Marburger Vereins für Phantastik abgedruckt worden. Hier werden alle eingereichten Geschichten veröffentlicht, dieses Jahr 25. Der Band erschien in kleiner Stückzahl zum Marburg-Con im April und um Kosten zu sparen, habe ich mein Exemplar erst letzte Woche bei einem Deutschlandbesuch abgeholt. Meine Geschichte handelt von gruseligen Gewächsen … auf einem Friedhof im Frühling.

Mütter Anthologie Hg Anja Bagus Edition Roter Drache 2016„Mütter“

Schnell wieder zu den schönen Dingen. Diese anheimelnde Kurzgeschichtensammlung erschien im März bei Edition Roter Drache und jetzt habe ich zum ersten Mal in meiner steilen Autorenkarriere eine Rezension bekommen, die mich namentlich erwähnt. „Abgefahren“ findet Scratchcat vom UnArtMagazin meine Story „Die Stars der Krabbelgruppe“. Das rechne ich mir doch gleich als weitere Medaille an. Denn die Geschichte ist wirklich nur in den ersten Zeilen anheimelnd. Danach entbrennt ein Wettkampf, wie ihn sich nur Mütter liefern können, deren Mundwerkzeuge nicht von dieser Welt sind.

So, ich hoffe, euch ist der Sport jetzt auch so egal wie mir und ihr habt Lust bekommen, schräge Geschichten zu lesen oder selber zu schreiben. Viel Spaß und viel Erfolg dabei 🙂

P. S. Mehr zu den Hintergründen der genannten Geschichten findet ihr hier:
Labyrinth des Lebens
Ideen-Invasion
Meine erste Geschichte erscheint!

 

Der 16-Strände-Sommer

Sommer, Sonne … Saisonarbeit. Das waren meine Aussichten im April 2016. Ich beschloss, das ein wenig zu optimieren: Sommer, Saisonarbeit und 16 Strände! Wozu wohne ich schließlich auf einer Insel und jobbe auf der Nachbarinsel?

Kommt mit mir auf Foto-Entdeckungsreise durch Møn und Sydsjælland (Süd-Seeland). Oder noch besser, kommt persönlich hierher! Die Karte am Ende zeigt, wo die Strände zu finden sind. Und sie lässt ahnen, dass ich nächsten Sommer nochmal 16 Strände dranhängen kann 🙂

Update, 31.08.17:
Ein Jahr später war ich wieder viel am Meer:
Der Sieben-Strände-Sommer